Ethischer Code

1. Ehrlichkeit: Einer meiner Werte, die ich auch in meinem privaten Leben ernst nehme, ist möglichst ehrlich zu sein – egal wie unschön die Wahrheit sein mag. Diese Einstellung verfolge ich auch in meiner journalistischen Arbeit.

2. Quellen: Ich nenne so viele Quellen wie möglich. Wissenschaftliche Publikationen werden für alle medizinischen Artikel genutzt. Mir ist es ein besonderes Anliegen, dass medizinische Berichterstattung transparent und einfach nachzuvollziehen ist. Daher werden in meinen Arbeiten Studien zitiert und konkret benannt.

3. Recherche: Viele meiner medizinischen Artikel bedürfen einer umfangreichen Recherche. Hierfür investiere ich teilweise Wochen und lese bis zu 50 Studien zum Thema.

4. Emotionen: Mir ist es wichtig neben den medizinischen Fakten ebenfalls die Emotionen tatsächlich Betroffener aufzuzeigen. Allerdings liegt mir Überdramatisierung fern. Emotionen sind wichtig, Übertreibungen fehl am Platz.

5. Meinungen: Objektivität ist mein Ziel, diese zu erreichen nicht immer einfach. Menschen haben persönliche Wertvorstellungen und Erfahrungen, die sich letztlich auch in deren Arbeit manifestieren. Ich bin keine Ausnahme. Trotzdem bemühe ich mich Meinung von Fakten klar zu trennen; Meinungen als solche zu kennzeichnen. Meinungen, die nicht mit meiner übereinstimmen, werden ebenfalls erwähnt.

6. Respektvoller Umgang mit allen Menschen und deren Recht auf Privatsphäre. Manche Namen werden in Artikeln verändert, um die betreffende Person zu schützen. Dieses wird deutlich erkenntlich gemacht. Ich behandle alle Menschen gleich, unabhängig deren Herkunft, sozialem Stand, Religion usw.

7. Interessenkonflikte werden vermieden und falls vorkommend, als solche benannt.

8. Ich lasse mich oder meine Artikel von niemandem zu deren Gunsten verändern. Ich arbeite unabhängig.

9. Fehler werden umgehend korrigiert und als solche ersichtlich gemacht. Fehler sind menschlich und können jedem unterlaufen. Mir ist wichtig offen damit umzugehen. Werde ich auf einen Fehler hingewiesen, werde ich diesen umgehend richtigstellen und deutlich kenntlich hervorheben.

10. Vertraulichkeit: Keine Weitergabe von Informationen ohne ausdrückliche Zustimmung.

11. An erster Stelle bin ich Mensch. Journalisten sollen stille Beobachter sein und sich nicht einmischen. Daran halte ich mich. Sollte ich aber in eine Situation gelangen, in der ein Mensch ernsthaften Schaden nehmen würde, würde ich nur beobachten, sehe ich meine Pflicht als Mensch Hilfe anzubieten.

12. Ich möchte vor allem all denen eine Stimme geben, die sonst unsichtbar bleiben. Dabei achte ich besonders darauf, welchen Einfluss meine Berichterstattung auf deren Situation haben könnte. Meine persönliche Motivation mache ich sofort erkenntlich.

13. Dialog: Ich bin jederzeit für Fragen und Anregungen zu erreichen.

14. Bildmaterial: Ich verändere keine Bilder oder schneide Videos in einer Weise, dass sie in einem falschen Kontext erscheinen.