Ausstellung „Von Schutzräumen und Tatorten – Gewalt in stationären Einrichtungen“
Als Leitung eines kleinen Teams habe ich die inhaltliche und multimediale Gestaltung der Wanderausstellung „Von Schutzräumen und Tatorten“ übernommen – darunter Texte, Videos, Audio und die konzeptionelle Aufbereitung der Themen. Die Ausstellung basiert auf dem Rechercheprojekt #AbleismusTötet von AbilityWatch e. V. und thematisiert Gewalt gegen Menschen mit Behinderungen – insbesondere in geschlossenen Systemen wie stationären Wohneinrichtungen.
Zentrales Anliegen der Ausstellung ist es, sichtbar zu machen, dass Gewalt gegen behinderte Menschen kein Einzelfall ist, sondern oft strukturell begünstigt wird. Stationäre Einrichtungen gelten nach außen häufig als „Schutzräume“, doch hinter verschlossenen Türen sind sie für viele Menschen Tatorte: Orte, an denen Machtverhältnisse und fehlende Kontrolle Gewalt begünstigen – psychisch, physisch, strukturell.
Die Ausstellung umfasst acht doppelseitig bedruckte Aufsteller, die thematisch unter anderem folgende Aspekte behandeln:
- Was ist Ableismus und welche Rolle spielt er im Alltag und in Einrichtungen?
- Welche Formen von Gewalt erleben Menschen mit Behinderung?
- Wie wirkt historischer Ableismus bis heute nach?
- Welche dokumentierten Gewaltfälle gibt es?
- Woran lassen sich Warnsignale für Gewalt erkennen?
- Welche Forderungen ergeben sich daraus politisch und gesellschaftlich?
Ein besonders wichtiger Bestandteil der Ausstellung sind die multimedialen Inhalte: Vor Ort können über QR-Codes Videointerviews abgerufen werden – unter anderem mit Betroffenen, Angehörigen, Mitarbeitenden aus Einrichtungen, Jurist*innen, Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen. Für Menschen ohne eigenes Gerät steht ein integriertes Tablet zur Verfügung.
Barrierefreiheit steht im Mittelpunkt der Ausstellung: Alle Inhalte sind in Alltagssprache und Leichter Sprache verfügbar, sowohl in Textform als auch als Audioguide. Die Videos sind durchgängig untertitelt und enthalten offene Audiodeskription. Damit eignet sich die Ausstellung auch für inklusive Bildungskontexte – zum Beispiel in Schulen, Fachveranstaltungen oder Einrichtungen der Behindertenhilfe.
Die Ausstellung kann deutschlandweit ausgeliehen werden – für öffentliche Institutionen, Bildungseinrichtungen, Aktionswochen, Konferenzen, politische Veranstaltungen, Rathäuser, Kulturzentren und mehr. Sie ist einfach aufzubauen, transportfähig und enthält sämtliches Begleitmaterial – darunter Ratgeber in Leichter und Alltagssprache für Betroffene, Mitbewohner*innen, Angehörige und Mitarbeitende.
Alle Informationen zur Ausstellung, den Inhalten, zur Buchung und zu den Konditionen gibt es hier:












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